Einsicht oder Schadensbegrenzung – Bündnis zwischen Weidel und Höcke?

Update: vom 12.07.2019 / 21.45 Uhr am Ende des Artikels

Der “Relotius-Spiegel” berichtet von einem aktuell geschlossenen Bündnis zwischen Alice Weidel und Björn Höcke.

Sicherlich wird dies innerparteilich zu unterschiedlichen Reaktionen führen. Die Fronten zwischen Fügel-Anhängern und Verfechtern der AM (Alternative Mitte) oder weiteren eher liberal ausgerichteten Kräften in der Alternativen für Deutschland, schienen sich zu verhärten. Weidel hatte sich in der Vergangenheit nicht als “Höcke-Freund” ausgezeichnet. Auch ein angestrebtes Parteiausschlussverfahren gegen den Kopf der Thüringer AfD soll die Co-Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion in der Vergangenheit unterstützt haben. Der Verleger Götz Kubitschek hat das Gespräch vermittelt, so der Spiegel. Kubitschek gilt als Vertrauer Höckes.

Nach dem letzten Flügeltreffen Anfang Juli 2019, auf dem Höcke markige Sätze in Richtung Bundesvorstand sendete und damit so manchen Seitenhieb auf seine Person beantwortete, drohte die ohnehin angespannte Situation zwischen Liberalen und Rechtskonservativen zu eskalieren. Das konnte nicht im Interesse der AfD sein, die aktuell in drei Bundesländern vor Landtagswahlen steht.

Vor diesem Hintergrund kann bei einem “Bündnis” zwischen Alice Weidel und Björn Höcke, sofern es dieses gibt, von einem Burgfrieden oder einer Notbremse ausgegangen werden. Wie lange ein solches “Bündnis” anhält oder wirkt und ob sich andere einflussreiche Kräfte der Partei unterordnen bleibt abzuwarten.

Update:

Man hatte es schon vermutet. Die Relotius-Presse hat wieder zugeschlagen. “Gut, dass die Qualitätspresse nach wie vor eine verlässliche Quelle für Informationen ist.” Alice Weidel bezieht auf Twitter Stellung zum Spiegel-Artikel:

twitter @Alice_Weidel