Migrantenschmuggelboot gesunken – Rettungsaktion vor Kreta läuft

Warum lässt man sie aufs Meer?

Schlepperboot gesunken
Schlepperboot gesunken

Vor der südgriechischen Insel Kreta ist ein Migrantenschmuggelboot gesunken. Über Nacht startete eine große Such- und Rettungsaktion. Überlebende sagen aus, dass sie keine Angaben darüber treffen können, wie viele Personen sich insgesamt auf dem Migrantenschmuggelboot befunden haben. Daher gestaltet sich die Suche nach weiteren Menschen – die sich tot oder lebendig in der Umgebung befinden – äußerst schwierig.

Kinder unter den Opfern

In den frühen Morgenstunden am Dienstag den 15. September 2020 ist eine weitere Person gerettet, so die griechische Küstenwache. Dadurch steigt die Gesamtzahl der Seenot geretteter Menschen auf 57. Bei Entstehung dieses Artikels sind drei Leichen – die von zwei Kindern und einer Frau – aus dem Meer geborgen. Laut der griechischen Küstenwache sank das Boot 22 Kilometer östlich von Kreta bei rauer See. Bei der Rettungsaktion kommen zwei Flugzeuge, fünf nicht näher benannte und zwei Schiffe der Küstenwache zum Einsatz.

Die Schlagzeile Schlepper- oder Migrantenschmuggelboot gesunken wird uns weiterhin begleiten, da Griechenland einer der wichtigsten Einstiegspunkte in die Europäische Union für illegale Migration aus dem Nahen Osten, Asien und Afrika ist. Derzeit gibt es noch keine wirkungsvollen Maßnahmen – die dafür sorgen, dass illegale Migranten gar nicht erst auf das Meer gelangen. So ließen sich Tragödien wie der aktuelle Tod der vor Kreta geborgenen Kinder deutlich verringern.

Die überwiegende Mehrheit der illegalen Einwanderer fährt mit Jollen von der türkischen Küste zu den nahe gelegenen griechischen Inseln. Die Behörden geben an, dass aber auch die Zahl der Schmuggelbanden mit größeren Booten wie Yachten und Segelbooten zugenommen hat, um südlich von Kreta nach Italien zu fahren.

Artikel aus der griechischen Presse zum Vorfall. 

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